Vom 12. bis 14. Februar 2024 fand das Wahlmodul „Soziale Roboter“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten statt. Es handelte sich bereits um die fünfte Durchführung. Dieses Mal stand zum ersten Mal ein auf das Thema spezialisiertes GPT zur Verfügung. Prof. Dr. Oliver Bendel ließ es immer wieder Sachverhalte erklären und nahm dann Ergänzungen vor. Social Robotics Girl, so der Name, wurde auch von den Studierenden bei den Gruppenarbeiten herangezogen. Auf diese Weise profitierten sie von dem Wissen des Dozenten, ohne erst die richtigen Textstellen heraussuchen oder ihn herbeirufen zu müssen. Unter den Robotern der Demo war zum ersten Mal Unitree Go2. Er stahl allen anderen die Show, NAO, Pepper, ja sogar Alpha Mini. Dies lag vor allem an seinen schnellen, flüssigen Bewegungen, seinen vielfältigen Verhaltensformen und seinen überraschenden Kunststücken. Der Roboter stammt aus dem von Prof. Dr. Oliver Bendel privat finanzierten Social Robots Lab und wird von ihm Bao (chin. „Schatz, Juwel“) genannt. Bei der Konzeption eigener sozialer Roboter wurde wie schon 2023 mit Bildgeneratoren gearbeitet, dieses Mal vor allem mit DALL-E 3, weil einige der Studierenden über einen ChatGPT-Plus-Zugang verfügten. Die sechste Durchführung findet bereits ab dem 15. Februar 2024 in Brugg-Windisch statt. Es werden vor allem angehende Betriebsökonomen teilnehmen.
Abb.: Oliver Bendel mit seinem Unitree Go2 (Foto: Armend Nasufi)
Ab dem Mittag des 14. Februar 2024 konzipierten die Studierenden im Wahlmodul „Soziale Roboter“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten eigene soziale Roboter. Sie erdachten einen Namen, nannten die Aufgabe und nahmen eine Beschreibung mit Hilfe des Fünf-Dimensionen-Modells von Prof. Dr. Oliver Bendel vor. Zudem generierten sie Bilder, um das Aussehen und die Möglichkeiten des Modells zu verdeutlichen. Manche Gruppen konsultierten Social Robotics Girl, das auf das Thema spezialisierte GPT. Ab 15 Uhr wurden die Präsentationen gehalten. Erfunden worden waren u.a. ein Begleitroboter, der vor allem Frauen in Städten eine hohe Sicherheit bieten soll, und ein Heimwerkerroboter, der Möbel aufbauen, Glühbirnen einschrauben und Dinge aller Art reparieren kann. Zwei Roboter waren für die Fitness ihrer Besitzer oder Benutzer zuständig. Ein Präsentationsroboter präsentierte mit synthetischer Stimme sich selbst. Am späten Nachmittag wurde die dreitägige Veranstaltung abgeschlossen.
Am Morgen des 14. Februar 2024 wurden im Wahlmodul „Soziale Roboter“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten Serviceroboter behandelt, die soziale Merkmale aufweisen, etwa mimische oder natürlichsprachliche Fähigkeiten. Danach kamen tierfreundliche Maschinen an die Reihe sowie weitere Entwicklungen aus den Arbeitsgebieten Tier-Computer-Interaktion und Tier-Maschine-Interaktion. Prof. Dr. Oliver Bendel hat mit seinen Studierenden immer wieder Prototypen und Konzepte entwickelt, die auf das Wohlbefinden von Wildtieren ausgerichtet sind. Danach wurden Ideen für weitere tierfreundliche Maschinen entwickelt und auf dem Whiteboard festgehalten. Der Whale Watching Robot ist dafür gedacht, Wale zu beobachten und festzustellen, ob sie sich in unsicheren Gebieten aufhalten. Wenn sie sich in Häfen oder in Flüsse verirren, soll er sie zurück in sichere Gewässer locken. Dabei könnte in Zukunft auch eine Übersetzungssoftware behilflich sein, die das Ziel des Earth Species Project ist. Danach erarbeiteten die Studierenden Beschreibungen und Abbildungen sozialer Roboter.
Nach dem offiziellen Teil des Wahlmoduls „Soziale Roboter“ am 13. Februar 2024 beschäftigten sich mehrere Studierende intensiv mit NAO, Pepper und Cozmo. Letzterer stammt noch aus der Produktion von Anki, einer kalifornischen Firma, die trotz des herausragenden Verkaufserfolgs – neben Cozmo war sein dunkler Zwilling Vector sehr gefragt – Konkurs anmelden musste. Die Modelle werden inzwischen von Digital Dream Labs hergestellt und vertrieben. Der originale Cozmo verfügt über Objekt- und Gesichtserkennung, Nachtsichtgerät, Kantenerkennung und weitere Sensoren und Systeme. Im Wahlmodul erlernte er den Namen einer Studentin und konnte sie in mehreren Versuchen problemlos erkennen. Davor hatte eine spektakuläre Demonstration des Unitree Go2 stattgefunden. Er gab den Studierenden die Pfote, zeichnete für sie – auf den Hinterbeinen stehend – ein Herz in die Luft, machte große Sprünge und setzte sich auf Befehl hin. Die beiden sozialen Roboter könnten unterschiedlicher nicht sein – und zählen doch zu den Lieblingen der Studierenden.
Am Nachmittag des 13. Februar 2024 fand im Wahlmodul „Soziale Roboter“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten die Robodemo statt, mit NAO und Pepper aus dem Robo-Lab der Hochschule und mit Alpha Mini, Cozmo und Unitree Go2 aus dem privat finanzierten Social Robots Lab von Prof. Dr. Oliver Bendel. Der Unitree Go2 beeindruckte die Studierenden am meisten. Er gab ihnen die Pfote, zeichnete für sie – auf den Hinterbeinen stehend – ein Herz in die Luft, machte große Sprünge und setzte sich auf Befehl hin. Bao, so sein Name, wurde in den Lichthof des Campus genommen und versetzte die Anwesenden – vor allem Teilnehmer einer Konferenz – in helle Aufregung. Viele versuchten den Vierbeiner herzulocken und zu streicheln. Das ist erstaunlich, denn zunächst wirkt er etwas befremdlich, da er keinen Kopf hat. Man scheint sich aber sehr schnell daran gewöhnen und erfreut sich dann an den flüssigen, überzeugenden Bewegungen und seinen Kunststücken. Danach beschäftigten sich die Studierenden noch mit den anderen Modellen.
Am 13. Februar 2024 wurde das Wahlmodul „Soziale Roboter“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten fortgesetzt. Zunächst gab es weitere Erklärungen von Prof. Dr. Oliver Bendel. Dann kündigte er Katharina Kühne an, die an der Universität Potsdam über soziale Roboter promoviert und von Prof. Dr. Martin Fischer und ihm betreut wird. Sie hielt über Teams einen Vortrag zu ihrem Artikel „‚Ick bin een Berlina‘: dialect proficiency impacts a robot’s trustworthiness and competence evaluation“, der am 29. Januar 2024 in Frontiers in Robotics and AI veröffentlicht worden war und den sie zusammen Erika Herbold, Oliver Bendel, Yuefang Zhou und Martin H. Fischer geschrieben hatte. Zahlreiche Medien auf der ganzen Welt berichten seitdem über die Studie. Die Studierenden zeigten in der Fragerunde großes Interesse an den Ergebnissen. Diskutiert wurde u.a., welche Bedeutung soziale Roboter mit der Fähigkeit zu Dialekt für die Schweiz haben. Nach dem Vortrag ging es in die Mittagspause. Oliver Bendel nutzte die Zeit, um alle mitgebrachten Roboter aus ihren Hüllen und Koffern zu befreien.
Am 12. Februar 2024 begann das Wahlmodul „Soziale Roboter“ an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten. Prof. Dr. Oliver Bendel führte in die Robotik und in die Soziale Robotik ein. Im Hintergrund warteten, zum Teil noch in ihren Hüllen und Koffern, NAO, Pepper, Alpha Mini, Cozmo und Unitree Go2. Die virtuelle Tutorin Social Robotics Girl – ein GPT – stand dem Wirtschaftsinformatiker und Technikphilosophen zur Seite. Sie war mit Fachtexten von ihm gefüttert und über Prompt Engineering auf ihre Aufgabe vorbereitet worden. Dabei wurden ihr auch bestimmte Verhaltensweisen beigebracht, ganz im Sinne der Maschinenethik und der emotionalen Robotik. Zur Verfügung stand sie auf dem Notebook, wobei ihre Stimme mit einem Plug-in für Chrome realisiert wurde, zudem auf dem Smartphone, wo sie mit der Stimme der App von OpenAI sprach. In fast allen Fällen konnte sie fundierte Antworten geben. Hervorragend erklärte sie das Fünf-Dimensionen-Modell von Oliver Bendel. Nach einem vollen Tag gingen die ca. 25 Studierenden nach Hause – sie waren aus der ganzen Nordwestschweiz angereist.
Das Wahlmodul „Soziale Roboter“ von Prof. Dr. Oliver Bendel wird vom 12. bis 14. Februar 2024 an der FHNW in Olten durchgeführt, gefolgt von seinem Wahlmodul „Soziale Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Perspektive“, das vom 15. bis 17. Februar am Campus Brugg-Windisch stattfindet. Das eine richtet sich vor allem an angehende Wirtschaftsinformatiker, das andere an angehende Betriebsökonomen. Als Gastreferenten konnten Katharina Kühne von der Universität Potsdam und Claude Toussaint, Managing Partner von navel robotics, gewonnen werden. Beide sind per Videokonferenz zugeschaltet. Vor Ort werden Pepper und NAO aus dem Robo-Lab der FHNW sowie Alpha Mini, Cozmo, Vector, Furby und Hugvie aus dem Social Robots Lab von Oliver Bendel sein. Der kleine Roboter von navel wird hoffentlich in die Kamera winken. In Pflege befindet sich noch der Unitree Go2, der ebenfalls im Privatbesitz des Wirtschaftsinformatikers und Technikphilosophen aus Zürich ist. Als Tutorin steht Social Robotics Girl durchgehend zur Verfügung, ein GPT, das auf dieses Thema spezialisiert ist. Grundlagenwerke sind „Soziale Roboter“ (2021) und „300 Keywords Soziale Robotik“ (2021). Am Ende des Wahlmoduls entwerfen die Studenten und Studentinnen – auch mit Hilfe generativer KI – soziale Roboter, die sie nützlich, sinnvoll oder einfach nur anziehend finden. Die Wahlmodule werden seit 2021 angeboten und erfreuen sich großer Beliebtheit.
Abb.: Oliver Bendel mit dem Vierbeiner von Unitree (Foto: Frank Graef)
Das Buch „Soziale Roboter: Technikwissenschaftliche, wirtschaftswissenschaftliche, philosophische, psychologische und soziologische Grundlagen“ (Hrsg. Oliver Bendel) hat am 31. Dezember 2023 250.000 Downloads erreicht, nach nur etwas über zwei Jahren. Es besteht aus fünf Teilen: „Grundlagen, -begriffe und -fragen“, „Soziale Robotik und andere Disziplinen“, „Gestaltung, Interaktion und Kommunikation“, „Anwendungsbereiche sozialer Roboter“ und „Die Zukunft sozialer Roboter“. Es sind, das Vorwort mitgezählt, 30 Beiträge, mit ca. 35 Abbildungen, bei ca. 570 Seiten. Der Untertitel lautet: „Technikwissenschaftliche, wirtschaftswissenschaftliche, philosophische, psychologische und soziologische Grundlagen“. Mit dabei sind führende Experten der Sozialen Robotik, der Robotik, der Künstlichen Intelligenz, der Soziologie, der Psychologie und der Philosophie. Sie lehren und forschen an Hochschulen in der Schweiz, in Deutschland, in Österreich, in Dänemark und in Schweden. Auch ein Hersteller ist vertreten, der über den Einsatz seines Produkts berichtet. Das Fachbuch ist Ende 2021 bei Springer Gabler erschienen und kann über link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-31114-8 heruntergeladen oder bestellt werden. Zudem ist es in jeder Buchhandlung verfügbar.
Abb.: Einstein von Hanson Robotics bei der ICSR 2023 in Qatar
„Inspirierend anders“, der Podcast von Luca Beutel, ging vor einiger Zeit in die Forschung. Für die letzten beiden Folgen hat der Mann mit dem Schnäuzer wieder einmal mit Prof. Dr. Oliver Bendel gesprochen. Der Technikphilosoph lebt in Zürich und arbeitet an mehreren Hochschulen der FHNW. Die eine Folge, ausgestrahlt seit dem 25. Dezember 2023, heißt „#212 IAF – Bist du bereit für die intelligente Vagina? So verändern Sexroboter dein Liebesleben“. Oliver Bendel stellt darin die Chancen und Risiken von Liebespuppen und Sexrobotern vor. Die Folge kann über Spotify gestreamt werden. Am 28. Dezember 2023 erschien die andere Folge mit dem Titel „#213 IAF – Was ein Robotikexperte darüber denkt, wie Avatare und Hologramme unsere Zukunft beherrschen werden“. Darin geht es u.a. um technische, ethische und ästhetische Fragen, die sich zu Avataren und Hologrammen stellen. Auch diese Folge kann u.a. über Spotify aufgerufen werden.
Abb.: Ein Hologramm in der Vorstellung von DALL-E 3
Die 15th International Conference on Social Robotics (ICSR 2023) fand vom 3. bis 7. Dezember 2023 in Doha (Qatar) statt. Sie stand unter der Schirmherrschaft des Premierministers und Außenministers, Sheikh Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani. Zur Konferenz gehörte eine Messe mit sozialen Robotern wie Einstein, NAO, Navel, Furhat und Paro. Einstein von Hanson Robotics ist eine kleine Figur wie die sehnlichst erwartete Little Sophia. Das Original stammt aus Ulm, ist nach München und Italien und dann vorerst in die Schweiz gegangen, wo es die Matura gemacht und später (in Zürich) gelehrt hat. In Qatar ist Einstein wohl nie gewesen. Aber die Qatar National Library wünschte ihm am 14. März 2021 alles Gute zum Geburtstag. Und es gibt noch die eine oder andere Verbindung. Das Foto vom robotischen Physiker machte ein anderer geborener Ulmer (und Wahlzürcher), Prof. Dr. Oliver Bendel, der auf der ICSR zwei Papers vorstellte, die in Band 1 und Band 2 der Proceedings erschienen sind. Das Programm der Konferenz kann hier heruntergeladen werden. Weitere Informationen über icsr23.qa.
Am 6. Dezember 2023 fand im Rahmen der ICSR 2023 die Nachmittagssession „Social Robots as Advanced Educational Tools“ statt. Chairs waren Amol Deshmukh (für John-John Cabibihan) und Oliver Bendel. Rachel Love (Monash University) trug zum Thema „Teachable Robots Learn What to Say: Improving Child Engagement during Teaching Interaction“ vor. „Enhancing Hand Hygiene Practices through a Social Robot-Assisted Intervention in a Rural School in India“ war das Projekt von Amol Deshmukh (University of Glasgow). Xiaoxuan Hei (Institut Polytechnique de Paris) widmete sich dem Thema „Evaluating Students‘ Experiences in Hybrid Learning Environments: A Comparative Analysis of Kubi and Double Telepresence Robots“. Oliver Bendel (School of Business FHNW) stellte das Paper „Alpha Mini as a Learning Partner in the Classroom“ vor, das er zusammen mit Andrin Allemann geschrieben hatte. Das Programm der Konferenz kann hier heruntergeladen werden. Weitere Informationen über icsr23.qa.
Abb.: Oliver Bendel bei seinem Vortrag (Foto: Amol Deshmukh)
Die ICSR 2023 findet vom 3. bis 7. Dezember 2023 in Qatar statt und gehört neben der Robophilosophy zu den wichtigsten Konferenzen für Soziale Robotik weltweit. Die Hochschule für Wirtschaft FHNW ist mit zwei Papers vertreten. Das Thema der diesjährigen Konferenz lautet „Mensch-Roboter-Zusammenarbeit: See, Luft, Land, Weltraum und Cyberspace“ („Human-Robot Collaboration: Sea, Air, Land, Space and Cyberspace“). Das erste („Pepper as a Learning Partner in a Children’s Hospital“) gehört zum Bereich „Land“ und stammt von Sara Zarubica und Oliver Bendel. Es ist Teil der Posterpräsentationen. Das zweite („Alpha Mini as a Learning Partner in the Classroom“) – ebenfalls dem Bereich „Land“ zugeordnet – stammt von Oliver Bendel und Andrin Allemann. Es wird von Oliver Bendel vor dem Auditorium vorgetragen. Am Morgen des 5. Dezembers erklärte er den interessierten Besuchern zum ersten Mal die wesentlichen Aspekte des Projekts. Weitere Termine sind für den Nachmittag und den 6. Dezember geplant. Das Programm der Konferenz kann hier heruntergeladen werden. Weitere Informationen über icsr23.qa.
Abb.: Oliver Bendel erklärt bei der ICSR das Poster
Am 4. Dezember 2023 fanden im Rahmen der 15th International Conference on Social Robotics (ICSR 2023) sechs Workshops statt, „Robotic and Smart Solutions for Children with Autism and other learning disabilities“, „Human-Robot Interaction from Bits to Structure: Design Process, Materials, and Robotics“, „Secure Communication Technologies for Social Robotics“, „Global Robotics, Arts, and Sciences Synergies (GRASS)“, „ASIMOV: Adaptive Social Interaction based on user’s Mental mOdels and behaVior in HRI“ und „Robotic Surgery: Myths and Realities“. Daneben konnte man bei den „Games of Drones“ ebensolche durch ein Gehege navigieren. Die Vortragende des erstgenannten Workshops stellte zahlreiche Technologien und Methoden für die Beruhigung, Öffnung, Heranführung und Weiterentwicklung autistischer Kinder vor. Man arbeitet u.a. mit KI-Systemen und -Plattformen wie Chatbots und Magic School sowie mit sozialen Robotern aller Art, unter ihnen Paro, der vor allem bei Dementen, aber auch bei Autisten positive Effekte haben kann. Die ICSR 2023 findet vom 3. bis 7. Dezember 2023 in Qatar statt. Das Programm der Konferenz kann hier heruntergeladen werden. Weitere Informationen über icsr23.qa.
Am 3. Dezember 2023 fand an der Qatar University das Grand Opening der ICSR statt. Diese gehört neben der Robophilosophy zu den wichtigsten Konferenzen für Soziale Robotik weltweit. Die Prominenz aus Politik und Wissenschaft von Qatar besuchte nach dem Grand Opening nicht nur die Messe mit ihren zahlreichen Robotern, sondern auch die Posterpräsentation, die für diesen Zweck von zentraler Stelle vorbereitet worden war. Die Poster sind neben den Vorträgen das wesentliche Element der ICSR. Sie werden durchgehend hängen und am 5. und 6. Dezember von den Verantwortlichen erklärt. Im Bild ist das Poster von Sara Zarubica und Prof. Dr. Oliver Bendel zu sehen. Gegenstand ist das Projekt „Pepper as a Learning Partner in a Children’s Hospital“. Das gleichnamige Paper ist in dem Proceedingsband „Social Robotics, 15th International Conference, ICSR 2023, Doha, Qatar, December 3-7, 2023, Proceedings, Part II“ bei Springer erschienen. Das Programm der Konferenz kann hier heruntergeladen werden. Weitere Informationen über icsr23.qa.
Die 15th International Conference on Social Robotics (ICSR 2023) findet vom 3. bis 7. Dezember 2023 in Qatar statt. Sie wurde am 3. Dezember 2023 – zusammen mit zwei anderen Konferenzen – unter der Anwesenheit von Prominenz aus Politik und Wissenschaft feierlich eröffnet. Sie steht unter der Schirmherrschaft des Premierministers und Außenministers, Sheikh Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani. Nach dem Grand Opening an der Qatar University fand eine Messe mit sozialen Robotern wie Einstein, NAO, Navel, Furhat und Paro statt. Daneben bewegten sich Reinigungsroboter durch die Gegend, eine Drohne flog in einem Gehege herum, und ein Spielzeugroboter von Ubtech gab eine Tanzeinlage. Das Programm der Konferenz kann hier heruntergeladen werden. Weitere Informationen über icsr23.qa.
Die ICSR 2023 findet vom 3. bis 7. Dezember 2023 in Qatar statt und gehört neben der Robophilosophy zu den wichtigsten Konferenzen für Soziale Robotik weltweit. Die Hochschule für Wirtschaft FHNW ist mit zwei Papers vertreten. Das Thema der diesjährigen Konferenz lautet „Mensch-Roboter-Zusammenarbeit: See, Luft, Land, Weltraum und Cyberspace“ („Human-Robot Collaboration: Sea, Air, Land, Space and Cyberspace“). Das erste („Pepper as a Learning Partner in a Children’s Hospital“) gehört zum Bereich „Land“ und stammt von Sara Zarubica und Oliver Bendel. Es wird Teil der Posterpräsentationen sein. Das zweite („Alpha Mini as a Learning Partner in the Classroom“) – ebenfalls dem Bereich „Land“ zugeordnet – stammt von Oliver Bendel und Andrin Allemann. Es wird von Oliver Bendel vor dem Auditorium vorgetragen. Die Vorbereitungen laufen an der Hochschule für Wirtschaft FHNW auf Hochtouren. Die Proofs der beiden Papers wurden korrigiert (die Proceedings erscheinen in Kürze bei Springer), das Poster für die Präsentation erstellt. Oliver Bendel wird von der Konferenz in mehreren Beiträgen berichten. Weitere Informationen zur Konferenz sind über icsr23.qa verfügbar.
Im Wahlmodul „Soziale Roboter“ von Prof. Dr. Oliver Bendel wurden von den Studenten und Studentinnen in Gruppenarbeiten sechs soziale Roboter bzw. Serviceroboter mit sozialen Merkmalen konzipiert, wobei sie zur Beschreibung das Fünf-Dimensionen-Modell von Oliver Bendel und zur Illustrierung verschiedene Bildgeneratoren wie DALL-E 3 und Gencraft benutzten. Die Gruppe, die aus Marius Stoll, Haqif Hodai, Mohamad Abouhajieh, Christian Fischer und Ajeeththa Selvaratnam bestand, kreierte den Guardiandog als Heimwegbegleiter. Der Roboter kann wie ein Robotertaxi gerufen werden und begleitet und schützt eine Person. Diese kann mit Codewords bestimmte Aktionen auslösen, etwa einen Angriff. Zudem hat der Roboterhund autonome Funktionen. Mit anderen Hunden beherrscht er eine friedliche Interaktion. Das Wahlmodul fand vom 6. bis zum 8. November 2023 am Campus Olten der Hochschule für Wirtschaft FHNW statt. Die ca. 30 Studenten und Studentinnen stammten mehrheitlich aus dem Studiengang Wirtschaftsinformatik.
Abb.: Guardiandog, der Heimwegbegleiter (Bild: DALL-E 3)
Im Wahlmodul „Soziale Roboter“ von Prof. Dr. Oliver Bendel wurden von den Studenten und Studentinnen in Gruppenarbeiten sechs soziale Roboter bzw. Serviceroboter mit sozialen Merkmalen konzipiert, wobei sie zur Beschreibung das Fünf-Dimensionen-Modell von Oliver Bendel und zur Illustrierung verschiedene Bildgeneratoren wie DALL-E 3 und Gencraft benutzten. Die Gruppe, zu der Lehkdup Shöntsang, Waikin Thi, Bojan Stojkovic, Andrija Pejcinovic, Olivier Kleiner und Tamara Zivanovic zählten, kreierte den Ranger Dog Robot. Dieser ist an den Wald angepasst und kann auch schwieriges Gelände bewältigen. Er kann Tiere und Pflanzen (auch invasive Arten) erkennen, Arten zählen und Proben entnehmen. Er wird gezielt zur Erhaltung der Biodiversität eingesetzt. Das Wahlmodul fand vom 6. bis zum 8. November 2023 am Campus Olten der Hochschule für Wirtschaft FHNW statt. Die ca. 30 Studenten und Studentinnen stammten mehrheitlich aus dem Studiengang Wirtschaftsinformatik.
Im Wahlmodul „Soziale Roboter“ von Prof. Dr. Oliver Bendel wurden von den Studenten und Studentinnen in Gruppenarbeiten sechs soziale Roboter bzw. Serviceroboter mit sozialen Merkmalen konzipiert, wobei sie zur Beschreibung das Fünf-Dimensionen-Modell von Oliver Bendel und zur Illustrierung verschiedene Bildgeneratoren wie DALL-E 3 und Gencraft benutzten. Die Gruppe, die aus Florian Maurer, Philipp Chappuis, Lukas Schütz und Linda Peita bestand, kreierte WashMate, eine „Revolution im Haushalt“. Der Roboter kann in der Luxusversion (Ultra) Wäsche waschen, bügeln, dampfbügeln, falten, einräumen und sortieren. Er verfügt über Materialerkennung und ist 30 % schneller als die günstigeren Modelle Light und Pro. Das Logo für die Marke wurde mit Hilfe von Ideogram generiert. Das Wahlmodul fand vom 6. bis zum 8. November 2023 am Campus Olten der Hochschule für Wirtschaft FHNW statt. Die ca. 30 Studenten und Studentinnen stammten mehrheitlich aus dem Studiengang Wirtschaftsinformatik.
Abb.: Die Illustration zu WashMate (Bild: DALL-E 3)
Vom 6. bis zum 8. November 2023 fand das Wahlmodul „Soziale Roboter“ am Campus Olten der Hochschule für Wirtschaft FHNW statt. Die ca. 30 Studenten und Studentinnen stammten mehrheitlich aus dem Studiengang Wirtschaftsinformatik. Prof. Dr. Oliver Bendel vermittelte ihnen zunächst Grundlagen zur Robotik und zur Sozialen Robotik. Zudem gab es Exkurse in die Servicerobotik, wobei die These belegt wurde, dass diese immer mehr von der Sozialen Robotik beeinflusst wird: Transportroboter und Servierroboter bekommen Augen und Mund, Sicherheitsroboter natürlichsprachliche Fähigkeiten. Zudem wurden ethische Überlegungen angestellt, für die vorher empirische Grundlagen erarbeitet worden waren. Viel diskutiert wurde über Bewusstsein, Empfindungs- und Leidensfähigkeit, also durchgehend Eigenschaften, die Roboter lediglich simulieren können. Auch Sprachmodelle zur Erweiterung der Wahrnehmungsfähigkeit von Systemen (oder von Behinderten) waren ein zentrales Thema. Anwesend waren Pepper, NAO, Alpha Mini und Cozmo. Einen Gastvortrag hielt Lea Peier (Barroboter in der Schweiz). Die Studenten und Studentinnen waren hochmotiviert und konzipierten am Ende in Gruppenarbeiten eigene soziale Roboter mit unterschiedlichen Aufgaben, wobei sie zur Beschreibung das Fünf-Dimensionen-Modell von Oliver Bendel und zur Illustrierung Bildgeneratoren wie DALL-E 3 benutzten. Es handelte sich um die vierte Durchführung des Wahlmoduls. Im Februar 2024 findet die fünfte und sechste an den Standorten Olten und Brugg-Windisch statt.
Bei den Akademietagen in Bietigheim-Bissingen trägt Prof. Dr. Oliver Bendel am 9. November 2023 zum Thema „Mensch-Maschine-Interaktion aus ethischer Sicht: Überlegungen zur Simulation von Empathie und Emotionen“ vor. Der Beitrag widmet sich zunächst der Definition und den Merkmalen sozialer Roboter und stellt Beispiele aus verschiedenen Bereichen vor. Soziale Roboter sind sensomotorische Maschinen, die für den Umgang mit Menschen oder Tieren geschaffen wurden. Beispiele sind Spielzeugroboter wie Cozmo und Vector, Therapieroboter wie Paro und QTrobot, Pflegeroboter wie Lio und P-Care sowie Sexroboter wie Harmony. Soziale Roboter gewinnen Menschen und Tiere mit wohlvertrauten Verhaltensweisen für sich. Aus technischer und funktionaler Sicht sind simulierte Emotionen und simulierte Empathie zur Erreichung des Nutzens für Menschen wichtig, ebenso aus psychologischer, wenn Beziehungen initiiert und etabliert werden sollen. Aus philosophischer und speziell ethischer Sicht stellen sich freilich auch Fragen zu Täuschung und Betrug sowie zur informationellen Autonomie. Genau diesen geht der Beitrag, ausgehend von den Merkmalen und Beispielen sozialer Roboter, dann nach. Er arbeitet heraus, wie soziale Roboter einerseits verlässliche Partner sind, andererseits das Gegenteil, da ihnen echte Emotionen und echte Empathie fehlen, sie nur ein simuliertes Gegenüber darstellen und sie dazu prädestiniert sind, uns unsere Geheimnisse zu entreißen. Die Broschüre zur Veranstaltung kann hier heruntergeladen werden.