16.000 Tweets

Am 4. Dezember 2018 wurde von @Infoethik der 16.000 Tweet abgesetzt. In der Kurzbeschreibung heißt es: „Tweets zu Informationsethik und Maschinenethik und zu Medien-, Technik-, Wirtschafts-, Politik-, Medizin- und Umweltethik sowie Religionskritik.“ Es handelt sich um einen klassischen Kurznachrichtendienst, über den auf Artikel, Studien, Ausschreibungen und Veranstaltungen hingewiesen wird. Die Tweets von Oliver Bendel haben einen strengen Aufbau: Auf den zitierten Titel folgt der Link zum Beitrag, darauf eine Zusammenfassung, die häufig ein weiteres Zitat enthält. In seltenen Fällen steht anstelle der Zusammenfassung ein Kommentar. Jeder Tweet wird verschlagwortet, i.d.R. mit Hashtags zu den Bereichsethiken (oder zur Disziplin der Maschinenethik) oder zur Künstlichen Intelligenz. „Informationsethik“ ist wie die Plattformen informationsethik.net und maschinenethik.net der philosophischen Ethik verpflichtet und eine Alternative zu religiösen und wirtschaftlichen Vereinnahmungen der Ethik. Diese finden nicht nur in Medien-, Wirtschaftsethik und Medizinethik statt, sondern zunehmend auch mit Blick auf die Informationsethik, die Roboterethik und die Maschinenethik.

Abb.: Die Tweets zur Ethik erreichen viele Benutzer

Black Ducks

Eine kleine schwarze Ente ist seit vielen Jahren das Favicon der Website von Oliver Bendel. Die NZZ schreibt in einem Beitrag vom 20. April 2018: „Als schwarze Enten werden im Arabischen schwarze Schafe, also ausgegrenzte Gruppenmitglieder bezeichnet.“ (NZZ, 20. April 2018) In „Jenseits von Himmel und Hölle“ von Daniel Steinvorth geht es um eine Sendung auf YouTube, die von den Betreibern wie folgt beschrieben wird: „Black Ducks is a talk show on YouTube that interviews atheists, humanists, and non-religious individuals from the Arab world … to achieve a secular society in the Middle East and North Africa. Another goal is to offer solace and courage to those who are atheists and humanists in secret so they may know they are not alone in the world.“ (YouTube-Channel The Black Ducks) Die Betreiber und Mitwirkenden, die sich Vernunft und Aufklärung verschrieben haben, setzen sich Lebensgefahr aus. Der Gründer der Sendung, Ismail Mohamed, wurde in Alexandria fast erschossen und in Kairo vom Mob bedrängt und mit dem Messer bedroht. Im Teaser des NZZ-Beitrags heißt es: „Wer in der arabischen Welt nicht an Gott glaubt, gilt wahlweise als Extremist oder als psychisch gestört. Auch in Ägypten steht Atheismus womöglich bald unter Strafe.“ Am Rande sind Begriffe und Methoden von Wirtschafts- und Informationsethik gefragt: „2015 bewirkte eine Beschwerde gegenüber Google …, dass die Sendung zweimal für mehrere Monate eingestellt werden musste. Mohamed verlor auf einen Schlag seine Follower und seine Werbeeinnahmen …“ (NZZ, 20. April 2018)

Abb.: Eine kleine gelbe Ente in Sevilla

13.000 Tweets

„Informationsethik“ mit dem Benutzernamen @Infoethik feierte im Sommer 2016 seinen 13.000 Tweet. Der Account wird von Oliver Bendel betrieben, der seit Anfang 2012 zum Thema twittert und ab Februar 2011 mit dem Medium experimentiert hat. In der Kurzbeschreibung heißt es: „Infos zur Informationsethik (Computer-, Netz- und Neue-Medien-Ethik) sowie zu Maschinen-, Technik-, Wirtschafts-, Politik-, Medizin- und Tierethik.“ Auch Religionskritik und Geschlechterforschung kommen nicht zu kurz. Es handelt sich um einen klassischen Kurznachrichtendienst, über den auf Artikel, Studien und Veranstaltungen hingewiesen wird. Die Tweets haben einen strengen Aufbau: Auf den zitierten Titel folgt der Link zum Beitrag, darauf eine Zusammenfassung, die häufig ein weiteres Zitat enthält. In seltenen Fällen steht anstelle der Zusammenfassung ein Kommentar. Jeder Tweet wird verschlagwortet, i.d.R. mit Hashtags zu den Bereichsethiken (oder zur Disziplin der Maschinenethik). „Informationsethik“ ist wie die Plattformen informationsethik.net und maschinenethik.net der philosophischen Ethik verpflichtet und eine Alternative zu religiösen und wirtschaftlichen Vereinnahmungen der Ethik. Diese finden nicht nur in Wirtschaftsethik und Medizinethik statt, sondern zunehmend auch mit Blick auf die Informationsethik. So finanzieren z.B. kirchliche Einrichtungen wissenschaftliche Tagungen zu Informations- und Technikethik und benutzen bzw. vermarkten sie für unwissenschaftliche Zwecke. Zuletzt hat Oliver Bendel als Sachverständiger des Deutschen Bundestags dafür plädiert, in bestehenden und künftigen Ethikkommissionen den Einfluss der theonomen bzw. theologischen Ethik zurückzudrängen.

Abb.: Twitter ist ein wichtiger Nachrichtendienst