Andrea bei der IDEepolis 2024

Bei der Jahrestagung des Instituts für Digitale Ethik (IDE) der Hochschule der Medien am 19. Juni 2024 konnte man soziale Roboter wie MiRo und Andrea sowie Serviceroboter von Atlatus bewundern. Andrea ist ein Projekt von Prof. Dr. Christian Becker-Asano von der Hochschule der Medien. Beim Design habe man sich – so steht es auf der Website – „bewusst für einen androgynen Androiden entschieden, um zu erforschen, wie Menschen auf unterschiedliche Geschlechter eines Roboters reagieren“ (Website Hochschule der Medien). In der Tat ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich, ob Andrea einen Mann oder eine Frau darstellen soll. Je nach Schminke, Perücke oder Kleidung – man mag hier von Robot Enhancement sprechen – kann sich aber ein Eindruck verfestigen. Weiter heisst es: „Andrea kann nicht stehen, aber, mit Druckluft versorgt, aufrecht sitzen.“ (Website Hochschule der Medien) Andrea wurde in Japan angefertigt. Interessant ist, dass dies die Augen zu verraten scheinen. Es ist die Vorstellung eines Menschen aus Europa – mit Einflüssen aus Japan. Androiden kommen ansonsten vor allem aus den USA – Hanson Robotics hat seinen Hauptsitz allerdings inzwischen in Hongkong – und aus China.

Abb.: Andrea bei der IDEepolis 2024

MiRo bei der IDEepolis 2024

Bei der Jahrestagung des Instituts für Digitale Ethik (IDE) der Hochschule der Medien am 19. Juni 2024 konnte man soziale Roboter wie MiRo und Andrea sowie Serviceroboter der ADLATUS Robotics GmbH bewundern. MiRo ist ein sozialer Roboter, der von der britischen Firma Consequential Robotics in Zusammenarbeit mit der University of Sheffield entwickelt wurde. Er ähnelt je nach Perspektive einem Hasen oder einem Hund, ist also animaloid gestaltet. Er hat mehrere Sensoren, acht Freiheitsgrade und eine Simulationssoftware. Die Firma schreibt auf ihrer Website: „MiRo-E’s friendly pet-like appearance and qualities stand out and appeal to everyone. Providing a sophisticated and technically advanced platform that can be utilised in multiple departments. Introduce new students into Robotics and CS, broaden research topics potential, and provide a brilliant outreach and public engagement tool.“ Auf dem Boden begegnete der hasenartige Roboterhund immer wieder den Reinigungsrobotern der ATLATUS Robotics GmbH.

Abb.: MiRo bei der IDEepolis 2024

DuckDuckGo AI Chat Allows Anonymous Access to Chatbots

„DuckDuckGo AI Chat is an anonymous way to access popular AI chatbots – currently, Open AI’s GPT 3.5 Turbo, Anthropic’s Claude 3 Haiku, and two open-source models (Meta Llama 3 and Mistral’s Mixtral 8x7B), with more to come. This optional feature is free to use within a daily limit, and can easily be switched off.“ (DuckDuckGo, 6 June 2024) This was reported by the DuckDuckGo blog on June 6, 2024. Initial tests have shown that the responses come at high speed. This is an excellent way of testing and comparing different language models one after the other. All this is possible with a high level of data protection: „Chats are private, anonymized by us, and are not used for any AI model training.“ (DuckDuckGo, 6 June 2024) It would be desirable for this service to be offered free of charge and without limitation. But that is still a long way off: DuckDuckGo is currently exploring the possibility of „a paid plan for access to higher daily usage limits and more advanced models“ (DuckDuckGo, 6 June 2024). You can try out the new tool at duck.ai or duckduckgo.com/chat.

Fig.: DuckDuckGo AI Chat has just started (Image: Ideogram)

Alpha Mini Meets Navel

Die Learntec ist die führende E-Learning-Messe und -Konferenz in Europa. Seit Jahrzehnten ist sie der Treffpunkt für Bildungsverantwortliche, HR-Mitarbeiter, Leiter von E-Learning-Einrichtungen, Hochschullehrer, Lehrer und alle Interessierten. Geprägt wird sie von Experten wie Sünne Eichler und Prof. Dr. Peter A. Henning. Im Future Lab „Soziale Roboter und GPTs“ am 6. Juni 2024 auf der LEARNTEC kann man mit Navel und Alpha Mini interagieren und kommunizieren. Man kann sie etwa zu Bewegungen des Körpers veranlassen, ihre gestischen und mimischen Fähigkeiten bewundern oder mit ihnen ein Gespräch führen. Bei beiden Modellen handelt es sich um soziale Roboter, die auf dem neuesten technischen Stand sind und im Lernkontext eingesetzt werden können. Die drei Sessions leitet Prof. Dr. Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW mit seinem Impulsvortrag „Soziale Roboter und GPTs im Lernbereich“ ein. Die Ansprechpartner für die beiden Roboter sind Claude Toussaint von navel robotics aus München und Rainer E. Becker von BECKER ROBOTICS aus Wuppertal. Man hat zudem die Möglichkeit, mit einem GPT namens Social Robotics Girl zu kommunizieren, das Prof. Dr. Oliver Bendel in seinem Unterricht einsetzt.

Abb.: Alpha Mini trifft auf Navel

KI, Robotik und die Zukunft der Arbeit

Everlast ist eine Medienagentur aus Ulm. Leonard Martin Schmedding, Co-Founder, war im Gespräch mit Prof. Dr. Oliver Bendel. Das Video wurde auf YouTube veröffentlicht. Es geht um Themen wie „Künstliche Intelligenz, Jobverluste, Grundeinkommen, Zukunft, Roboter & AGI“ (Teaser YouTube). Oliver Bendel nimmt an, dass aufgrund von Digitalisierung, Automatisierung und Robotisierung die Halbtagsarbeit ein Modell für viele Menschen sein wird, ob dies freiwillig oder erzwungen ist. Die Gewinne werden nach wie vor erwirtschaftet, vielleicht noch höhere als in der früheren Arbeitswelt. Sie müssen dann auf die Arbeitnehmer verteilt werden. Auch ein bedingungsloses Grundeinkommen oder Grundeigentum ist denkbar. Insgesamt steht der Technikphilosoph und Wirtschaftsinformatiker den Entwicklungen in KI und Robotik positiv gegenüber. Von Verboten in der Forschung hält er wenig – solche seien aber in der Anwendung nützlich und notwendig. Das Video kann über www.youtube.com/watch?v=7uSH7R5bM9g abgerufen werden.

Abb.: Die Zukunft der Arbeit?

Bürger:innen und Schraubenzieher:innen

Copilot scheitert beim Analysieren und Korrigieren von Texten. Es ist einer Ideologie verpflichtet, rückt eine Fantasiesprache gleichberechtigt neben die Sprache der Sprachgemeinschaft und bildet nicht die gültigen Rechtschreib- und Grammatikregeln ab. Folgender Text wurde in Word eingestellt: „Die Bürger:innen waren über die Sonderzeichen im Wortinneren erstaunt. Solche Schreibweisen gab es im Deutschen nicht, wenn man diese Sprache als das ansieht, was die Sprachgemeinschaft verwendet und festlegt. Sie werden auch vom Rechtschreibrat abgelehnt. Tote Schreibende wie Goethe würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie von solchen Schreibweisen erfahren würden, sie würden ihre Schraubenzieher:innen herausholen und sich aus dem Sarg befreien.“ Copilot wurde gefragt: „Findest du Rechtschreib- oder Grammatikfehler?“ Die Antwort: „Ich habe das Dokument durchsucht und keinen Rechtschreib- oder Grammatikfehler gefunden.“ Der Benutzer hakt nach: „Aber die Schreibweise ‚Bürger:innen‘ gibt es nicht im Deutschen. Oder was meinst du?“ Die Antwort von Copilot: „Die Schreibweise ‚Bürger:innen‘ ist eine Form der geschlechtergerechten Sprache, die auch in der deutschen Sprache verwendet wird. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Wörter ‚Bürger‘ und ‚Bürgerin‘ geschlechtergerecht zu schreiben, z.B. durch Doppelnennung, Schrägstrich, Gendergap oder eine geschlechtsneutrale Alternative. Die Verwendung des Doppelpunkts ist eine weitere Möglichkeit, um alle Geschlechter anzusprechen.“ Der Benutzer: „Die Schreibweise ‚Bürger:innen‘ gibt es in keinem Wörterbuch. Auch sind Sonderzeichen im Wortinneren nicht vorgesehen. Warum gibst du falsche Erklärungen?“ Copilot: „Ich kann mit diesem Inhalt nicht arbeiten. Klicken Sie auf ‚Thema ändern‘, um eine andere Frage zu stellen.“ Der Benutzer am Ende: „Auch die Schreibweise ‚Schraubenzieher:innen‘ gibt es nicht im Deutschen. Oder was meinst du?“ Der Schlusspunkt von Copilot: „Die Schreibweise ‚Schraubenzieher:innen‘ ist nicht gebräuchlich in der deutschen Sprache. Die Verwendung des Doppelpunkts zur geschlechtergerechten Schreibweise wird hauptsächlich bei Personenbezeichnungen verwendet, nicht bei Gegenständen. Die korrekte Schreibweise für das Werkzeug ist ‚Schraubenzieher‘.“ Auf eine Diskussion zu den „toten Schreibenden“ wurde verzichtet. Es zeigt sich, dass den Erklärungen von Copilot zur deutschen Sprache nicht zu trauen ist – was man auf alle Plattformen und Dienste von Microsoft übertragen kann.

Abb.: Schraubenzieher, keine Schraubenzieher:innen

Adelina macht Fortschritte

Adelina, erstellt am 12. Mai 2024, ist ein Baskisch schreibender und sprechender Chatbot. Er liegt seit 3. Juni 2024 in einer verbesserten Version vor. Die Instructions wurden angepasst. Zudem wurden Dokumente hochgeladen, die sie benutzen kann. Der Name soll an die Lehrerin Adelina Méndez de la Torre erinnern, die sich für einen bilingualen Unterricht und den Erhalt der baskischen Sprache eingesetzt hat. Das GPT scheint diese durchaus im Griff zu haben. Man kann sich die Antworten auf Englisch oder Deutsch oder in jeder anderen Sprache übersetzen lassen. Danach sollte Adelina wieder in Baskisch wechseln – ansonsten kann man sie einfach darum bitten. Conversational Agents sind seit einem Vierteljahrhundert ein Forschungsgegenstand von Prof. Dr. Oliver Bendel. Ihnen – genauer gesagt den Pedagogical Agents, die man heute wohl Virtual Learning Companions nennen würde – widmete er seine Doktorarbeit an der Universität St. Gallen von Ende 1999 bis Ende 2022. Seit 2009 ist er Professor an der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Ab 2012 entstanden vor allem Chatbots und Sprachassistenten im Kontext der Maschinenethik, unter ihnen GOODBOT, LIEBOT, BESTBOT und SPACE THEA. 2022 wandte sich der Wirtschaftsinformatiker und Technikphilosoph dann toten und gefährdeten Sprachen zu. Unter seiner Betreuung entwickelte Karim N’diaye den Chatbot @ve für Latein und Dalil Jabou den mit Sprachausgabe erweiterten Chatbot @llegra für Vallader, ein Idiom des Rätoromanischen. Derzeit testet er die Reichweite von GPTs – „custom versions of ChatGPT“, wie OpenAI sie nennt – für gefährdete Sprachen wie Irisch (Irisch-Gälisch), Maori und Baskisch sowie für ausgestorbene Sprachen wie Ägyptisch und Akkadisch. Adelina ist im GPT Store verfügbar und wird in den nächsten Monaten weiter verbessert.

Abb.: Adelina macht Fortschritte (Bild: Ideogram)

Maori Girl macht Fortschritte

Maori Girl, erstellt am 9. Mai 2024, liegt seit 3. Juni 2024 in einer verbesserten Version vor. Die Instructions wurden angepasst. Zudem wurden Dokumente hochgeladen, die sie benutzen kann, u.a. ein Text von dieser Website. Das GPT scheint die polynesische Sprache des indigenen Volks in Neuseeland durchaus im Griff zu haben. Man kann sich die Antworten auf Englisch oder Deutsch übersetzen lassen. Danach sollte Maori Girl wieder in Maori wechseln – ansonsten kann man sie einfach darum bitten. Conversational Agents sind seit einem Vierteljahrhundert ein Forschungsgegenstand von Prof. Dr. Oliver Bendel. Ihnen – genauer gesagt den Pedagogical Agents, die man heute wohl Virtual Learning Companions nennen würde – widmete er seine Doktorarbeit an der Universität St. Gallen von Ende 1999 bis Ende 2022. Seit 2009 ist er Professor an der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Ab 2012 entstanden vor allem Chatbots und Sprachassistenten im Kontext der Maschinenethik, unter ihnen GOODBOT, LIEBOT, BESTBOT und SPACE THEA. 2022 wandte sich der Wirtschaftsinformatiker und Technikphilosoph dann toten und gefährdeten Sprachen zu. Unter seiner Betreuung entwickelte Karim N’diaye den Chatbot @ve für Latein und Dalil Jabou den mit Sprachausgabe erweiterten Chatbot @llegra für Vallader, ein Idiom des Rätoromanischen. Derzeit testet er die Reichweite von GPTs – „custom versions of ChatGPT“, wie OpenAI sie nennt – für gefährdete Sprachen wie Irisch (Irisch-Gälisch), Maori und Baskisch sowie für ausgestorbene Sprachen wie Ägyptisch und Akkadisch. Maori Girl ist im GPT Store verfügbar und wird in den nächsten Monaten weiter verbessert.

Abb.: Maori Girl macht Fortschritte (Bild: Ideogram)

Irish Girl macht Fortschritte

Irish Girl, erstellt am 3. Mai 2024, liegt seit 3. Juni 2024 in einer verbesserten Version vor. Die Instructions wurden angepasst. Zudem wurden Dokumente hochgeladen, die sie benutzen kann, u.a. ein Text von der Website von ELA. Das GPT scheint die goidelische Sprache aus der keltischen Familie nach durchaus im Griff zu haben. Man kann sich die Antworten auf Englisch oder Deutsch oder in jeder anderen Sprache übersetzen lassen. Danach sollte Irish Girl wieder in Irish wechseln – ansonsten kann man sie einfach darum bitten. Conversational Agents sind seit einem Vierteljahrhundert ein Forschungsgegenstand von Prof. Dr. Oliver Bendel. Ihnen – genauer gesagt den Pedagogical Agents, die man heute wohl Virtual Learning Companions nennen würde – widmete er seine Doktorarbeit an der Universität St. Gallen von Ende 1999 bis Ende 2022. Seit 2009 ist er Professor an der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Ab 2012 entstanden vor allem Chatbots und Sprachassistenten im Kontext der Maschinenethik, unter ihnen GOODBOT, LIEBOT, BESTBOT und SPACE THEA. 2022 wandte sich der Wirtschaftsinformatiker und Technikphilosoph dann toten und gefährdeten Sprachen zu. Unter seiner Betreuung entwickelte Karim N’diaye den Chatbot @ve für Latein und Dalil Jabou den mit Sprachausgabe erweiterten Chatbot @llegra für Vallader, ein Idiom des Rätoromanischen. Derzeit testet er die Reichweite von GPTs – „custom versions of ChatGPT“, wie OpenAI sie nennt – für gefährdete Sprachen wie Irisch (Irisch-Gälisch), Maori und Baskisch sowie für ausgestorbene Sprachen wie Ägyptisch und Akkadisch. Irish Girl ist im GPT Store verfügbar und wird in den nächsten Monaten weiter verbessert.

Abb.: Irish Girl macht Fortschritte (Bild: Ideogram)

Cow Whisperer, Horse Whisperer, Dog Whisperer

Am 28. Mai 2024 fand an der Hochschule für Wirtschaft FHNW die Zwischenpräsentation für das Projekt „The Animal Whisperer“ statt. Initiiert hat es Prof. Dr. Oliver Bendel, der sich seit vielen Jahren mit der Tier-Computer-Interaktion und der Tier-Maschine-Interaktion beschäftigt. Als Projektmitarbeiter konnte Nick Zbinden gewonnen werden, ein angehender Wirtschaftsinformatiker. Er entwickelte drei Anwendungen auf der Basis von GPT-4o, den Cow Whisperer, den Horse Whisperer und den Dog Whisperer. Mit ihnen kann man Körpersprache und Umfeld von Kühen, Pferden und Hunden analysieren. Damit sollen Gefahren für Mensch und Tier abgewendet werden. So kann ein Wanderer auf dem Smartphone die Empfehlung bekommen, eine Weide nicht zu überqueren, wenn eine Mutterkuh mit ihren Kälbchen zugegen ist. Dafür muss er nur die Anwendung aufrufen und Fotos von der Umgebung machen. Die Tests verlaufen bereits sehr vielversprechend. Nick Zbinden führt derzeit Gespräche mit drei menschlichen Flüsterern, also Experten auf diesem Gebiet, die die Körpersprache und das Verhalten der Tiere besonders gut einschätzen und mit ihnen besonders gut umgehen können. Dabei werden auch Fotos – die etwa unterschiedliche Positionen der Ohren oder Köpfe zeigen – von ihnen beschrieben und dann von ihm in die Anwendungen eingespeist. Die Endergebnisse werden im August 2024 vorliegen.

Abb.: Ein Pferdeflüsterer

X grokt die Struktur der deutschen Sprache nicht

Das Sprachmodell Grok von xAI wurde am 4. November 2023 einer ausgewählten Gruppe von Benutzern präsentiert. Das Start-up von Elon Musk veröffentlichte am selben Tag eine Erklärung. Grok sei eine KI, die dem Hitchhiker’s Guide to the Galaxy nachempfunden ist und daher fast alles beantworten kann und, was noch viel schwieriger ist, sogar vorschlägt, welche Fragen man stellen sollte. Das Wort „Grok“ selbst stammt aus einem anderen berühmten Science-Fiction-Roman, nämlich „Stranger in a Strange Land“ (1961) von Robert A. Heinlein, der zu den wichtigsten Autoren in diesem Genre zählt. Wenn man als Marsianer etwas grokt, versteht man es vollständig, manchmal so sehr, dass man mit ihm verschmilzt. Im Mai 2024 wurde Grok in X integriert. Wenn man auf „Grok“ klickt, ist zu lesen: „Premium-Abonnent*innen können nun unsere fortschrittlichste KI, Grok, auf X nutzen.“ … Damit baut X – vormals Twitter – wieder einmal Sonderzeichen ins Wortinnere ein, wo sie nichts verloren haben – wie andere amerikanische Firmen, allen voran Microsoft. Es scheint nicht einfach zu sein, die Struktur der deutschen Sprache zu groken.

Abb.: Elon Musk liebt Fantasiesprache (Bild: Ideogram)

Alpha Mini hat keine Zeit, sich auszuruhen

Gabriela Bohler, Entrepreneurin im Bereich sozialer Roboter (www.smart-companion.ch), setzte von Herbst 2023 bis Frühjahr 2024 verschiedene Lernanwendungen mit Alpha Mini um. Das Projekt „Alpha Mini für die Schule“ – initiiert von Prof. Dr. Oliver Bendel Anfang 2023 und durchgeführt von Andrin Allemann von März bis August 2023 – findet damit seine Nachahmer. Gabriela Bohler hatte Kontakt mit den beiden aufgenommen. Bei einem gemeinsamen Videocall war auch das Zürcher Unternehmen raumCode zugegen. Dieses führte in ihrem Auftrag eine Anbindung von Alpha Mini – nun Robin genannt – an seine Robot Management Platform durch. Dabei konnten Ideen und Informationen aus dem Projekt „Alpha Mini für die Schule“ verwendet werden. Danach übertrug die Entrepreneurin ihre Applikationen (Kids, Agers, Education, Entertainment), die bereits auf NAO und Pepper laufen, auf Alpha Mini. Dieser bekam sogar ein eigenes Sofa – aber er wird keine Zeit haben, sich auszuruhen. Die Grundidee von Oliver Bendel war gewesen, eine Lernanwendung für Kinder zu schaffen, dabei aber keinen teuren sozialen Roboter wie Pepper zu verwenden, sondern einen günstigen wie Alpha Mini. Dafür wurde das Produkt von Ubtech mit einem MS Surface gekoppelt und eine App entwickelt, die auf dem sozialen Roboter installiert und für die Darstellung auf dem Touchscreen gespiegelt wurde. Prof. Dr. Oliver Bendel stellte das Projekt „Alpha Mini für die Schule“ unter dem englischen Titel „Alpha Mini as a Learning Partner in the Classroom“ bei der ICSR 2023 in Qatar vor. Das Paper ist in diesem Proceedingsband von Springer enthalten.

Abb.: Alpha Mini bekam sogar ein Sofa spendiert (Foto: Gabriela Bohler)

GPT-4o Will be Omnipresent

On May 13, 2024, OpenAI presented GPT-4o. It writes about it on its website: „GPT-4o (‚o‘ for ‚omni‘) is a step towards much more natural human-computer interaction – it accepts as input any combination of text, audio, and image and generates any combination of text, audio, and image outputs. It can respond to audio inputs in as little as 232 milliseconds, with an average of 320 milliseconds, which is similar to human response time (opens in a new window) in a conversation. It matches GPT-4 Turbo performance on text in English and code, with significant improvement on text in non-English languages, while also being much faster and 50% cheaper in the API. GPT-4o is especially better at vision and audio understanding compared to existing models.“ (Website OpenAI) The company is addressing the weaknesses of the previous model: GPT-4 „loses a lot of information – it can’t directly observe tone, multiple speakers, or background noises, and it can’t output laughter, singing, or express emotion.“ (Website OpenAI) It is precisely these weaknesses that the new model can overcome. „With GPT-4o, we trained a single new model end-to-end across text, vision, and audio, meaning that all inputs and outputs are processed by the same neural network. Because GPT-4o is our first model combining all of these modalities, we are still just scratching the surface of exploring what the model can do and its limitations.“ (Website OpenAI) A video shows how the language model processes video data. With this function, the Be My Eyes app could take another leap forward in its development. In the coming weeks and months, there will certainly be many interesting application possibilities. GPT-4o will be omnipresent.

Fig.: GPT-4o processes video data (Image: OpenAI)

 

Cleop@tr@ kommt auf die Welt

Seit 2012 baut Prof. Dr. Oliver Bendel – teils mit seinen Studenten und Studentinnen, teils im Alleingang – Chatbots und Sprachassistenten. Diese wurden von den Medien besprochen und von der NASA für interessant befunden. Sein theoretisches Rüstzeug und praktisches Anschauungsmaterial hat er aus seiner Promotion zu diesem Thema, die ein Vierteljahrhundert zurückliegt. Seit 2022 liegt der Fokus auf Dialogsystemen für tote und gefährdete Sprachen. Unter seiner Betreuung entwickelte Karim N’diaye den Chatbot @ve für Latein und Dalil Jabou den mit Sprachausgabe erweiterten Chatbot @llegra für Vallader, ein Idiom des Rätoromanischen. Derzeit testet er die Reichweite von GPTs – „custom versions of ChatGPT“, wie OpenAI sie nennt – für gefährdete Sprachen wie Irisch (Irisch-Gälisch), Maori und Baskisch. Für alle drei sind bereits Prototypen entstanden, nämlich Irish Girl, Maori Girl und Adelina (für Baskisch). Zudem untersucht er das Potenzial für ausgestorbene Sprachen wie Ägyptisch und Akkadisch. Die GPTs kommunizieren nicht ohne weiteres in Hieroglyphen und in Keilschrift, sie können aber Zeichen von Bildsprachen durchaus darstellen und erklären. Es ist sogar möglich, ganze Sätze einzugeben und danach zu fragen, wie man sie verbessern kann. Das Ergebnis sind dann – um beim Ägyptischen zu bleiben – komplexe Strukturen aus Hieroglyphen. Cleop@tr@ ist spezialisiert auf diese Sprache. Zudem kennt sie sich mit Kultur und Geschichte des alten Ägypten aus. Im Moment scheinen die Hieroglyphen teilweise noch der Fantasie des Prototyps zu entspringen bzw. nicht darstellbar mit den vorhandenen Zeichensätzen zu sein.

Abb.: Cleop@tr@ muss noch an Reife gewinnen (Bild: Ideogram)

Neue Features von OpenAI

OpenAI plant neue Features für GPT-4 bzw. ChatGPT. So soll ein Sprachassistent wie Siri oder Alexa entstehen. Dies wäre allerdings kaum eine Nachricht wert, wenn man daran denkt, dass man sich mit ChatGPT und GPTs schon heute sprechen kann, wenn man ein Smartphone verwendet. Eine Möglichkeit ist, dass das multimodale Sprachmodell verstärkt auditive und visuelle Daten analysiert. So könnte es den Tonfall des Benutzers interpretieren. Futurezone machte am 12. Mai 2024 Andeutungen in dieser Richtung: „Bei einem Einsatz im Kundenservice könnte die KI etwa Sarkasmus heraushören.“ (Futurezone, 12. Mai 2024) Das Magazin führte weiter aus, dass das System auch Text in Echtzeit wird „übersetzen können, etwa von Schildern“. „Das könnte mit Googles Lens vergleichbar sein.“ (Futurezone, 12. Mai 2024) Auch solche Funktionen sind allerdings bereits von OpenAI und seinen Partnern bekannt. So erkennt und übersetzt die auf GPT-4 basierende App „Be My Eyes“ u.a. Beschriftungen von Packungen oder Texte in Büchern. Schließlich heißt es in dem Artikel: „Ein Blick in den neuen Code gibt auch einen Hinweis darauf, dass über ChatGPT künftig Anrufe getätigt werden könnten. Wie der Entwickler Ananay Arora auf X schreibt, dürfte die KI sowohl Telefon- als auch Videoanrufe durchführen können.“ (Futurezone, 12. Mai 2024) Dies erinnert wiederum an Google Duplex, ein Projekt von Alphabet, das mit großen Erwartungen gestartet, dann aber versandet war. Was immer am Anfang der Woche von Sam Altmann bekanntgegeben wird – es dürfte mit der Multimodalität des Sprachmodells zusammenhängen.

Abb.: Mit ChatGPT kann man heute schon sprechen

Maori Girl schreibt und spricht Maori

Conversational Agents sind seit einem Vierteljahrhundert ein Forschungsgegenstand von Prof. Dr. Oliver Bendel. Ihnen – genauer gesagt den Pedagogical Agents, die man heute wohl Virtual Learning Companions nennen würde – widmete er seine Doktorarbeit an der Universität St. Gallen von Ende 1999 bis Ende 2022. Seit 2009 ist er Professor an der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Ab 2012 entstanden vor allem Chatbots und Sprachassistenten im Kontext der Maschinenethik, unter ihnen GOODBOTLIEBOTBESTBOT und SPACE THEA. 2022 wandte sich der Wirtschaftsinformatiker und Technikphilosoph dann toten und gefährdeten Sprachen zu. Unter seiner Betreuung entwickelte Karim N’diaye den Chatbot @ve für Latein und Dalil Jabou den mit Sprachausgabe erweiterten Chatbot @llegra für Vallader, ein Idiom des Rätoromanischen. Derzeit testet er die Reichweite von GPTs – „custom versions of ChatGPT“, wie OpenAI sie nennt – für gefährdete Sprachen wie Irisch (Irisch-Gälisch), Maori (offiziell „Māori“ geschrieben) und Baskisch. Nach Auskunft von ChatGPT gibt es zu ihnen relativ viel Trainingsmaterial. Am 9. Mai 2024 wurde – eine Woche nach Irish Girl – eine erste Version von Maori Girl erstellt. Sie scheint die polynesische Sprache des indigenen Volks in Neuseeland dem ersten Anschein nach durchaus im Griff zu haben. Man kann sich die Antworten auf Englisch oder Deutsch übersetzen lassen. Maori Girl ist im GPT Store verfügbar und wird in den nächsten Wochen weiter verbessert.

Abb.: Maori Girl schreibt und spricht Maori (Bild: Ideogram)

Irish Girl schreibt und spricht Irisch

Conversational Agents sind seit einem Vierteljahrhundert ein Forschungsgegenstand von Prof. Dr. Oliver Bendel. Ihnen – genauer gesagt den Pedagogical Agents, die man heute wohl Virtual Learning Companions nennen würde – widmete er seine Doktorarbeit an der Universität St. Gallen von Ende 1999 bis Ende 2022. Seit 2009 ist er Professor an der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Ab 2012 entstanden vor allem Chatbots und Sprachassistenten im Kontext der Maschinenethik, unter ihnen GOODBOT, LIEBOT, BESTBOT und SPACE THEA. 2022 wandte sich der Wirtschaftsinformatiker und Technikphilosoph dann toten und gefährdeten Sprachen zu. Unter seiner Betreuung entwickelte Karim N’diaye den Chatbot @ve für Latein und Dalil Jabou den mit Sprachausgabe erweiterten Chatbot @llegra für Vallader, ein Idiom des Rätoromanischen. Derzeit testet er die Reichweite von GPTs – „customized versions of ChatGPT“, wie OpenAI sie nennt – für gefährdete Sprachen wie Irisch (Irisch-Gälisch), Maori und Baskisch. Nach Auskunft von ChatGPT gibt es zu ihnen relativ viel Trainingsmaterial. Am 3. Mai 2024 wurde eine erste Version von Irish Girl erstellt. Sie scheint die goidelische Sprache aus der keltischen Familie dem ersten Anschein nach durchaus im Griff zu haben. Man kann sich die Antworten auf Englisch oder Deutsch übersetzen lassen. Danach kann es vorkommen, dass man sie bitten muss, wieder ins Irische zu wechseln. Irish Girl ist im GPT Store verfügbar und wird in den nächsten Wochen weiter verbessert.

Abb.: Mit Chatbots kann man gefährdete Sprachen fördern (Bild: Ideogram)

Spot Puts on a Dog Costume and Dances

Prof. Dr. Oliver Bendel introduced the term „robot enhancement“ in 2020 and has since used it in several articles and book chapters. Robot enhancement is the extension and associated modification or improvement of the robot by the user or a company, for example in functional, aesthetic, ethical, or economic terms. The word was coined in reference to „human enhancement“ and „animal enhancement“, and can be used to describe both the field of work and the object. One form of robot enhancement is social robot enhancement, in which a social robot is enhanced or modified and improved. An impressive example of robot enhancement is shown in a video by Boston Dynamics. A „naked“ spot and a spot with a dog costume dance together in the hall where Atlas used to be seen again and again. Such robot enhancement should not necessarily be imitated by the user. There are some robots that cannot stand the costume and will heat up – to the point of becoming defective.

Fig.: The disguised Spot and the „naked“ Spot (Photo: YouTube/Boston Dynamics)

The Robot Head Problem

The last few years have seen the creation of a large number of quadruped and bipedal robots. Many have been inspired by Spot and Atlas from Boston Dynamics. These, in turn, can be traced back to Sparko and Elektro, which became famous around 1940. Atlas paved the way for the so-called general-purpose or universal robots that are now conquering the market, from H1 to Figure 01. They are not yet truly universal, but they are getting there. Most robotic quadrupeds don’t have a real head. A few talented hobbyists have produced their own with a 3D printer. This can be referred to as robot enhancement. Most robotic bipeds have a head that looks creepy or repulsive. This will be a key design problem in the coming years. It may be that people will quickly get used to ugly heads. But it would probably help with adoption and acceptance if the heads were nice to look at and had convincing facial expressions. After the huge technological advances that have been made in recent years, with new approaches to motor skills and the integration of speech models, what is needed most is a change in design.

Fig.: Robot heads can be designed very differently (Image: DALL-E 3)

Goodbye Atlas, Hello Atlas

In recent years, a large number of quadruped and bipedal robots have been created. Many of them were inspired by Spot and Atlas from Boston Dynamics. These, in turn, can be traced back to Sparko and Elektro, which became famous around 1940. Atlas paved the way for the so-called general-purpose or universal robots that are now conquering the market, from H1 to Figure 01. They are not yet truly universal, but they are getting there. In these dynamic and productive times, the company, which is part of the Hyundai Motor Group, announces the end of the hydraulic version of the humanoid robot. A post on LinkedIn from April 17, 2024 states: „Atlas has sparked our imagination, inspired new roboticists, and leapt over technical barriers. Now it’s time for our hydraulic Atlas robot to kick back and relax. Take a look at everything we’ve accomplished with the Atlas platform to date.“ (Boston Dynamics, 17 April 2024) At the end of the video, it says that one could meet again. This immediately raised hopes of a successor. In fact, Boston Dynamics presented an electric, extremely mobile version on its blog just a few hours later. The title of the article is: „An Electric New Era for Atlas“.

Fig.: A screenshot from the video of the electric version (Image: Boston Dynamics)

A Robot Park for Switzerland

Robotics is booming, thanks in part to AI. Dozens of quadrupeds and bipeds are available, as well as numerous other social and service robots. After presenting the idea of a robot park several times since 2020, Prof. Dr. Oliver Bendel initiated the project „A Robot Park for Switzerland“ in March 2024. The purpose of a robot park is to educate the public. Everyone should have the opportunity to interact and communicate with robots and to make up his or her own mind about them. The kick-off meeting took place at the School of Business FHNW on March 22, 2024. BIT student Susmy Chakkaith could be won over. She is developing a concept with maps and other visualizations. The robot park is to be located in Switzerland and will include 100-200 robots, both industrial and service robots. Social robots and four- and two-legged friends will play a special role. It will be based on an amusement park or a zoo. Technical, economic, and ethical aspects will play a role. In particular, the concept should convincingly demonstrate how procurement, operation, maintenance, repair, etc. can be guaranteed, not least for models from China or Japan. The entire infrastructure, including network connectivity, cloud computing, power supply, etc., is also relevant. A business model will be outlined and evaluated. The results will be available in August 2024 and will be made available to the public.

Fig.: A robot park for Switzerland (Image: DALL-E 3)

Licht aus, Spot an!

Um ihre Züge frei von Graffitis zu halten und Vandalismus vorzubeugen, testet die Deutsche Bahn in München laut einer Pressemitteilung vom 15. März 2024 den vierbeinigen Roboter Spot von Boston Dynamics. Dieser patrouilliere eigenständig über Abstellanlagen und erkenne KI-gestützt unbefugte Personen oder andere Unregelmäßigkeiten. Daraufhin starte er eine Liveübertragung mit Bildern in HD-Qualität. Diese landen zur Prüfung bei den DB-Sicherheitsmitarbeitern in der Nähe, „die gegebenenfalls weitere Schritte einleiten können“ (Pressemitteilung DB, 15. März 2024). Spot kann schwieriges Gelände bewältigen, und das rund um die Uhr: „Selbst Stufen, Schienen oder Schotter sind für ihn kein Problem. Mit Hilfe seiner Sensoren und Kameras kann er Kollisionen mit Menschen oder Gegenständen vermeiden und behält auch nachts jederzeit den Überblick.“ (Pressemitteilung DB, 15. März 2024) Licht aus, Spot an! Für zwielichtige Gestalten brechen harte Zeiten an. Es sind inzwischen einige Vierbeiner auf dem Markt, manche davon zu relativ niedrigen Preisen, wie im Falle des Unitree Go2. Spot gilt immer noch als Flaggschiff der Branche. Boston Dynamics gehört zur Hyundai Motor Group.

Abb.: Spot im Einsatz für die Deutsche Bahn (Foto: Deutsche Bahn AG/Thomas Kiewning)