Warhol in der Wüste

Im Palm Springs Art Museum findet derzeit die Ausstellung „Andy Warhol: Prints from the Collections of Jordan D. Schnitzer and His Family Foundation“ statt. Auf der Website des Museums ist zu lesen: „This retrospective encompasses over 250 works on loan from Schnitzer’s comprehensive collection, and establishes Warhol’s graphic production as it evolved over four decades.“ In seiner Autobiografie „POPism“ erinnert sich Andy Warhol, so die ZEIT am 6. August 2008, an die 60er-Jahre. „Er hat das Buch 1980 seiner Assistentin Pat Hackett diktiert, daher rührt der plaudernde Tonfall dieser Memoiren. ‚Ich möchte eine Maschine sein‘, lautete Warhols Credo, mit dem er Jackson Pollocks berühmten Satz ‚Ich möchte Natur sein‘ zurückwies. Es galt, die Kunst von der Abstraktion und ‚dem Innerlichkeitskram‘ zu befreien.“ (ZEIT, 6. August 2008) Das ist ihm, wie die Ausstellung in der Wüstenstadt zeigt, hervorragend gelungen. Er führt Kunst, Kitsch, Kommerz und Kommunikation zusammen und bietet damit auch Material für Informations- und Medienethik. Die Ausstellung läuft noch bis zum 28. Mai 2018. Weitere Informationen über www.psmuseum.org.

Abb.: Bei Palm Springs